Brunnen an der Auffahrt zum Hohenasperg

An der Auffahrt zum Hohenasperg befindet sich an der Weggabelung Schubartstraße/Berg-weg ein kleiner Brunnen, der beim Vorbeifahren kaum bemerkt wird. Es handelt sich um ein lange vernachlässigtes Kleinod mit einem engen Bezug zur lokalen Geschichte. Der Bürger-meister von Asperg, Ulrich Storer, veranlasste die Reparatur des Brunnens. Seitdem sprudelt zur Erquickung der Vorbeigehenden im Sommer wieder Wasser aus dem Brunnen.

Die Asperger Heimatforscherin Gertrud Bolay hat heraus gefunden, dass der Brunnen 1921 errichtet wurde. Neben dem Weinbau wurde bis in die 1930er Jahre auf dem Hohenasperg Gips abgebaut. Wegen des steigenden Wasserbedarfs der Gipsindustrie hatten die Wenger-ter nicht mehr genügend Wasser zur Verfügung, um ihre Weidenruten zum Anbinden der Reben zu wässer und um sie damit geschmeidig zu machen. Der Bau des Brunnens ermög-lichte den Wengertern weiterhin das damals noch übliche Befestigen der Reben mit Weiden-ruten.